Erfolgsstory
Robert D. *, Ausbildung zum Elektroniker
Wie wurdest du auf „Pro Beruf“ aufmerksam?
Im Jobecenter in Eberswalde habe ich von dem Projekt erfahren. Bei einem ersten Beratungsgespräch haben wir meine Unterlagen durchgeschaut. Die Berufsbegleiterin hat mir Mut gemacht und erläutert, dass ich ganz gute Chancen habe, den Abschluss als Elektriker nachzuholen und danach einen Job zu finden.
Warum konntest du deine Lehre nicht beenden?
Ich wurde fristlos gekündigt.
Wie ging es nach dem Gespräch mit der Berufsbegleiterin für dich weiter?
Ich habe die so genannte Nachqualifizierung bei einem Bildungsträger gemacht. Nach einem Jahr war ich für die Prüfung fit und bin sehr glücklich meinen Abschluss gemacht zu haben.
Wie wurde deine Nachqualifizierung bzw. Anmeldung zur Prüfung finanziert?
Das Geld für meine Prüfungsvorbereitung und schließlich die Prüfung kam vom Jobcenter. Ich selber musste keine Kosten tragen.
Hast du nach dem Bestehen der Prüfung einen Job gefunden?
Ich hatte mir schon während der Nachqualifizierung einen Betrieb gesucht, bei dem ich die Zusage bekommen habe unter der Vorraussetzung, dass ich meine Prüfung bestehe. Das war natürlich doppelte Motivation für mich.
Marcel J.*, Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker
Warum wolltest du deinen Abschluss jetzt nachholen?
Ich hatte nach der Schule, von 2003 bis 2007, eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen, jedoch wurde ich auf Grund von erhöhten Fehlzeiten nicht zur Abschlussprüfung zugelassen. Anschließend war ich als ausbildungssuchend gemeldet und seit 2008 bei der Bundeswehr. Als ich vom Bund zurück kam, stand ich wieder ohne alles da, ohne Ausbildung und ohne Arbeit. Also musste sich etwas ändern! Ich wollte unbedingt meinen Abschluss zum Kfz-Mechatroniker machen.
Wie bist du auf diese Nachqualifizierungsmöglichkeit und „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“ aufmerksam geworden?
Über eine Mitarbeiterin im Jobcenter Bad Freienwalde. Sie sah anhand meiner Unterlagen, dass ich keine Berufsausbildung hatte und gab mir einen Flyer von dem Projekt „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“. Ich rief auch gleich an und schon war der Kontakt hergestellt. Die Berufsbegleiterin Süd hat mir die Möglichkeiten aufgezeigt und ich packte gleich zu.
Wie lief deine Nachqualifizierung konkret ab?
Die Nachqualifizierung lief 10 Monate und ich war von Montag bis Freitag beim Bildungsdienstleister. Ich hatte dort Fachtheorie und die gesamte Fachpraxis. Diese wurde in den Werkstätten und direkt an „echten“ KFZs gelehrt und ich konnte den fehlenden Stoff nachholen und auffrischen.Ich fühlte mich gut vorbereitet und schaffte die Abschlussprüfung Teil 2 im ersten Anlauf!
Wie ging es nach bestandener Prüfung weiter?
Ich habe schon zum Ende der Nachqualifizierung fleißig Bewerbungen geschrieben und es hat dann auch gleich mit dem neuen Job in einer KFZ-Werkstatt in Wriezen geklappt.
Was empfiehlst du Leuten, die keinen Berufsabschluss haben?
Nicht „den Kopf in den Sand stecken“, sondern die Sache anpacken! Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung stärkt das Selbstbewusstsein.
Ingo K.*, Ausbildung zum Tischler
Warum hast du deinen Abschluss bisher nicht machen können?
Ich habe eine Ausbildung als Tischler angefangen, musste diese aber auf Grund eines Gefängnisaufenthaltes abbrechen. Im Vollzug habe ich aber weiterhin Tischlerarbeiten ausgeführt und will unbedingt den Abschluss machen. Im Jobcenter hat man mir von diesem Projekt erzählt.
Wie ging es dann für dich weiter?
Ich habe mich bei der Berufsbegleiterin gemeldet und sie hat mich beraten, welche Möglichkeiten ich habe und wo bzw. wie ich den Abschluss machen kann. Durch eine Kompetenzfeststellung mit einem Ausbilder und Sozialpädagogen konnte geprüft werden, welche Bereiche ich für die Prüfung nachholen muss. Dann begann die einjährige modulare Nachqualifizierung bei einem Bildungsträger.
Wie fandest Du die Zeit während der Maßnahme bzw. Prüfungsvorbereitung im Bildungsträger?
Die Prüfungsvorbereitung im Bildungsträger war sehr gut. Die Ausbilder haben uns sehr gut betreut und sind auf jeden Einzelnen eingegangen. Für die gesamte Zeit hatte ich die volle Unterstützung meiner Familie und meine beiden Kinder waren ein guter Ansporn schnellstmöglich die Prüfung zu bestehen.
Hast du die Prüfung dann bestanden?
Ja, ich habe meinen Abschluss gemacht und bin jetzt auf der Suche nach einem Job.
Melanie S.*, Ausbildung als Verkäuferin
Was hast du gelernt und warum konntest du bisher nicht deinen Abschluss machen?
Nachdem ich die Gesamtschule mit einem guten Realschulabschluss 2005 verlassen habe, lernte ich bei einem Lebensmitteldiscounter Verkäuferin. Die Ausbildung begann am 01.08.2006 und endete am 31.07.2008 ohne Abschluss. Ich hatte zum Ende meiner Ausbildung einige Differenzen mit dem Ausbildungsbetrieb. Nach dem Nichtbestehen der ersten mündlichen Abschlussprüfung verließ ich das Unternehmen und jobte seit dem als Aushilfskraft bei einem anderen Lebensmitteldiscounter.
Und dann wolltest du deinen Abschluss nachholen?
Schnell merkte ich, dass ich als Aushilfskraft weniger verdiente und schrieb fleißig Bewerbungen. Doch ohne einen Abschluss wollte mich keiner einstellen.
Wie bist du nun zum Abschluss gekommen?
Im Gespräch mit dem U25 Berater der Arbeitsagentur wurde ich über das Projekt „Pro Beruf Ostbrandenburg“ informiert. Nach dem ersten Gespräch mit der Berufsbegleiterin fand man den passenden Bildungsträger. Die FAA Nord in Bernau und die Berufsbegleiterin Nord prüften meinen Wissensstand und nach einer Defizitfeststellung und einem Maßnahmeplan wurde die Maßnahme durch die Agentur für Arbeit befürwortet. Im Dezember 2008 begann die Prüfungsvorbereitung. Ich wurde in eine bestehende Ausbildungsklasse integriert, wurde jedoch gesondert behandelt und erhielt eine Einzelunterrichtung in den verschiedenen Bereichen. Im Januar 2009 fand die 2. mündliche Abschlussprüfung statt, die ich erfolgreich bestanden habe.
Hast du nun auch eine neue Anstellung gefunden?
Ja, während der Maßnahme gab es eine positive Wendung in meinem Leben. Die Bundeswehr signalisierte mir bei Bestehen der Abschlussprüfung könnte ich im Anschluss eine Arbeitsstelle erhalten. Das war ein Anstoß und förderte meine Motivation. Nachdem ich die Winterprüfung 2009 erfolgreich bestanden habe, arbeite ich bei der Bundeswehr.
Es zeigt, dass ein Berufsabschluss wichtig ist und eine Voraussetzung für eine gesicherte Arbeitsstelle. Mir wurde geholfen, mit einem Abschluss in die Berufswelt einzutreten.
Stefan M.*, Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen
Was hast du gelernt? Und wo hast du bisher überall gearbeitet?
Ich habe ein Fachhochschulstudium bei der BfA-Berlin als Diplom-Verwaltungswirt im Fachberich Sozialversicherung gemacht. Dieses aber nicht abgeschlossen. Bis 2009 habe ich in verschiedenen Bereichen gearbeit.
Warum wolltest du deinen Abschluss jetzt nachholen?
Ich habe mir Gedanken über meine Zukunft gemacht und gemerkt, dass ich ohne Berufsabschluss kaum Chancen auf eine ordentliche Anstellung habe.
Wie bist du auf das Projekt „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“ aufmerksam geworden?
Ich habe im Internet nach Möglichkeiten gesucht, wie ich zu einem Berufsabschluss kommen kann, ohne erneut eine komplette Ausbildung zu absolvieren.
Welche Möglichkeiten des Berufsabschlusses wurden dir aufgezeigt?
Nach einem Eignungstest bei der DAA in Frankfurt (Oder) wurde mir geraten, dass ich aufgrund meiner Vorkenntnisse vom Studium und meiner Selbstständigkeit den Beruf Kaufmann im Gesundheitswesen erlernen könnte.
Wie hast du die Zulassung zur Externenprüfung bekommen?
Durch meine erbrachten Studienleistungen, meine selbstständigen Tätigkeiten (Nachweis einer Eidesstaatliche Erklärung) und eine zwölf monatige individuelle Maßnahme bei der DAA in Frankfurt (Oder) wurde ich zur Externenprüfung zugelassen.
Hast du die Abschlussprüfung bestanden?
Ja, Dank der individuellen Lehreinheiten beim DAA und die gute Beratung durch die Berufsbegleitung Pro-Beruf Ostbrandenburg in Frankfurt (Oder) habe ich die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden.
Wie sieht deine Zukunft aus?
Ich bin sehr zuversichtlich. Bewerbe mich und hoffe auf eine baldige Anstellung.


